Gemüse

Ziehen Sie, was Sie wollen

Von Alexandra Grossmann · 2017

 Gewächshaus im Garten

Ob Balkon oder Garten – Treibhäuser gibt es in jeder Größe, angefangen beim überdachten Hochbeet bis hin zum begehbaren Glashaus. Konstruktionen aus Folien sind flexibel für Veränderungen, andere werden einfach an eine Wand angebaut. Wer Obst oder Gemüse selbst anbauen möchte, findet eine passende Lösung.

Wer neben Zierpflanzen auch Salat, Tomaten oder Radieschen ziehen möchte, kommt am Gewächshaus kaum vorbei. Denn es schützt vor Wind und Regen, schirmt grelles Sonnenlicht ab und bietet den Pflanzen eine moderate Temperatur. Die gute Nachricht: Ganz egal, ob Sie einen schmalen Balkon oder einen schattigen Garten haben, Gewächshäuser gibt es für jede Gegebenheit.

Ein einfaches Hochbeet zum Beispiel, angelegt in einem Kübel aus Holz oder einer Wanne, lässt sich überall zu einem kleinen Gewächshaus umfunktionieren. Der Unterbau sollte stabil und gut durchdacht sein, dann kann er mit ein wenig Geschick problemlos mit einem Dach versehen werden. So wird es im Inneren bereits früh im Jahr warm, das Anpflanzen von Gemüse kann schneller beginnen und bringt eine ertragreiche Ernte. Wer hohe Seitenwände setzt, kann Pflanzen ziehen, die Platz nach oben benötigen, etwa Bohnen oder Tomaten. Zudem lassen sich Hochbeete gut bearbeiten, denn sie schonen den Rücken des Gärtners.

Leicht, stabil und witterungsbeständig

Das Gegenteil dieses Balkon-Modells ist das klassische Gewächshaus im Garten. Es ist geräumig und begehbar, hat Beete auf Tischhöhe und Regale an den Wänden. Zudem hat es eine Wasserleitung, ein Dach mit der Möglichkeit zu lüften, idealerweise temperaturgesteuerte Fensteröffner und ein Lichtschutz für sonnige Tage. Hier gedeihen Obst und Gemüse, in der kalten Jahreszeit überwintern Kübelpflanzen wie Oleander, Zitronen- und Olivenbäume.

Glas kommt nur noch bei großen Gewächshäusern zum Einsatz; meist wird heute Kunststoff in Form von Polycarbonat verwendet. Gern genommen sind sogenannte Steg- oder Hohlkammerplatten. Sie bestehen aus mehreren Lagen, die mit Stegen von einander getrennt sind. Sie sind leicht, stabil und witterungsbeständig, sie lassen viel Licht ins Innere und bieten ausreichend Stabilität. Eine Bodenisolierung ist nur im Winter vonnöten – wer das Gewächshaus ausschließlich in der Gartensaison nutzt, braucht nichts anderes als eine gerade Unterfläche und eine sichere Bodenverankerung.

Anlehngewächshäuser für mehr Platz

Die günstigste Variante ist das Foliengewächshaus. Hier sind große Flächen oder An- und Umbauten relativ einfach möglich. Dieses Gewächshaus ist zwar weniger stabil und nicht immer besonders schön anzusehen, doch es lässt sich auch schnell wieder abbauen und bietet Einsteigern die Gelegenheit, das Hobby auszuprobieren.

Wer wenig Platz hat und sich dennoch ein vollwertiges Gewächshaus wünscht, kann auf das Anlehngewächshaus zurückgreifen, das an eine vorhandene Wand angebaut wird. Es besteht aus drei Wänden, alle idealerweise aus Glas oder Kunststoff gebaut und versehen mit einem Fundament, einem Dach und einer Schiebetür. Da die Dachfläche meist begrenzt ist, sollte dieses gut und weit zu öffnen sein. Dieses Gewächshaus hat den Vorteil, dass es relativ günstig zu bauen ist. An einem freistehenden Haus reduziert es zudem die Energiekosten, da es die Hauswand vor Wärmeverlust schützt.

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